Streuobst - Deutschland

Trotz der Vorzüge einer Streuobstwiese ist die Fläche der Streuobstbestände in Deutschland seit 1950 auf etwa ein Viertel im Vergleich zur "Blütezeit" der Obstwiesen zurückgegangen: auf schätzungsweise 300.000 bis 500.000 Hektar. Grund dafür ist eine Agrarpolitik, die nicht auf Geschmack und ökologisch vertägliche Anbauweise, sondern auf Form, Farbe und Größe zum Maßstab für Handelsklassen - und damit Verkaufspreise - erhebt. Um unter dem Preisdruck von Importobst und seinen Produkten bestehen zu können, haben die Landwirte in Deutschland nach und nach auf ertragreiche, maschinengerechte Niederstammplantagen umgestellt. Die Produkte des Streuobstanbaus können damit preislich nicht mehr konkurrieren, werden deshalb nicht mehr nachgfefragt und in der Folge nach und nach vom Markt gedrängt.

 

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